22.03.2015

[Rezension] ~ Tanzen heißt Hingabe von Jana Feuerbach ~



Titel: Tanzen heißt Hingabe


Autor: Jana Feuerbach

Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (hier kaufen)

Orginaltitel: ---

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2015

Seiten: Taschenbuch 272 Seiten

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



Erster Satz:
"Musst du jedesmal etwas so teures kaufen?" fragte Jennifer. 

Meine Meinung zum Cover:
Ein sehr ästhetisch ausgewähltes Cover das meine Neugier geweckt hat. 

Meine Meinung zum Buch:
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, leider blieb es unter meinen Erwartungen. Als ich mit dem Lesen begann war mir klar worauf ich mich einlasse, leider fand ich es für einen SM-Roman teilweise zu weich.

Die Charaktere waren gut gewählt, aber ich hatte immer das Gefühl ich erfahre nur ein Teil von dem was wichtig ist. Jennifer mochte ich ganz gerne, ich fand sie sehr authentisch, allerdings kamen mir ihre Probleme die sie seit Kindheitstagen hat viel zu kurz. Der graue Schleier hat sich leider durch das komplette Buch gezogen. Hier hätte ich mir viel mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Auch die Abhängigkeit ihren Eltern gegenüber konnte ich nicht nachvollziehen, denn Jennifer ist eigentliche eine starke junge Frau die für sich selbst sorgen könnte.

Auch hätte ich mir das ein oder andere Kapitel aus der Sicht von Saskia gewünscht. Das wäre sicher interessant geworden wie sie selbst fühlt und in welcher Zwickmühle sie steckt. Dafür mochte ich ihre Leidenschaft für das Tanzen und ihre zurückhaltende Art.

Kilian ist ein starker Charakter. Er lebt seine dominante Ader aus, allerdings nicht an seiner Freundin Saskia sondern an seiner Affäre Jennifer. Es hat mir gut gefallen wie die Autorin das gehandhabt hat, denn obwohl Kilian & Jennifer eine SM-Affäre haben, weiß Saskia darüber bescheid und akzeptiert Kilians Wunsch, seine dominante Art an einer anderen Frau auszuleben.

Die eigentliche Story um die Dreiecksbeziehung hat mir gut gefallen, auch das Ende fand ich sehr gelungen. Jennifer hat eine ordentliche Entwicklung hingelegt, für mich allerdings nicht immer nachvollziehbar. Das ein oder andere Thema hätte viel mehr Beachtung bekommen sollen, da fehlte mir persönlich der Tiefgang. Allerdings gab es Themen die zum nachdenken anregen, z.B. das man Träume nicht nur träumen sollte.

Der Schreibstil der Autorin war locker, leicht und voller Gefühl. Ein Roman den ich schnell weg lesen konnte.

Fazit:
Eine nette Story die einem die SM-Szene nochmal ein Stückchen näher bringt. Leider wurden zu viele Themen angeschnitten ohne weiter darauf einzugehen.

3,5 von 5 
❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️

Kommentare:

  1. Hallo Dinchen

    Gute Rezension. Schade, der Klappentext würde gut klingen.
    Ein schöner Blog. Da bleib ich doch gleich mal als Follower da :-)

    Liebe Grüße, Gisela

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  2. Hey Dinchen :D
    Das Buch interessiert mich ja auch (auch auf der WuLi) und anhand deiner Meinung bin ich mir grade etwas unsicher...ich merke schon, dass es seine Schwächen und Stärken hat, das hast du gut geschildert. Ich mags auch nicht, wenn mir wichtige Dinge vorenthalten werden. :/ Sehr schade, dass es auch hier der Fall war und zu weich? bei der Thematik?! Also nicht so das Drama...oder meinst du das es etwas heftiger hätte zugehen müssen?

    Ansonsten muss ich mal kucken, wann ich es mir kaufe.

    Es glitzert
    ~ Jack

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    1. Hallo Jack :)

      Ich bin wahrscheinlich mit falschen Erwartungen an das Buch. Als ich erfahren habe, dass die Autorin selbst in der Szene aktiv ist, habe ich mir etwas neuen/anderen gerechnet. Dem war leider nicht so. In dem Buch ist es eher eine Mischung aus SM und Jennifers Welt (ohne zu viel zu verraten, aber Jennifer hat Probleme) und ihre Probleme und die Unterwerfung in der SM Szene gehören zusammen, nur leider erfährt man nie wirklich tieferes von ihren Problem. Da wurde halt immer an der Oberfläche gekratzt, ohne es zu vertiefen. Das fand ich wirklich schade, denn potenzial wäre da.
      Aber 3,5 Herzchen sind ja auch ok, vllt. gefällt es dir besser als mir :)

      LG Dinchen

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    2. Liebe Dinchen,

      vielen Dank für deine Rezension :). Schade, dass es dir nicht so gut gefallen hat, aber deine Gründe finde ich nachvollziehbar. Es ist immer ein Balanceakt, wie tief man in die Seele einer Romanfigur eindringt und was man über sie verrät. Wenn es zu sehr um psychische Entwicklung geht, geschieht es schnell, dass anderen Lesern daneben die Handlung zu kurz kommt ... Auf jeden Fall hat es mich gefreut, mit dir bei der Blogtour zusammenzuarbeiten :). Ich wünsche dir noch viele schöne Lesestunden bei künftigen Büchern!

      LG
      Jana

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