22.02.2016

| Rezension | Ein Sommer ohne uns von Sabine Both





Titel:  Ein Sommer ohne uns

Verlag: Loewe

Orginaltitel: ---

Erscheinungsdatum: 15. Februar 2016

broschierte Ausgabe: 240 Seiten




Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? 
5 Jahre zuvor:
"Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen."

Den Schreibstil der Autorin fand ich einfach fürchterlich. Er ist zwar einfach gehalten, aber die kurzen, abgehackten Sätzen haben meinen Lesefluss extrem gestört. Ich mag diese Art von Schreibstil, mit den kurzen Sätzen, einfach überhaupt nicht. Aber auch Tom und Verena konnte ich nicht leiden. Ich fand beiden extrem unsympathisch und alles andere als glaubwürdig.

Erzählt wird die Story abwechselnd aus der Sicht von Tom und Verena, und wie ich bereits erwähnt habe, fand ich beide extrem unsympathisch. Hinzu kommt, dass die abwechselnde Sichtweise exakt die Gleiche ist. Handlungen, Gefühle und Emotionen aus Verenas Sicht, sind demnach die gleichen wie bei Tom. Schrecklich, einfach schrecklich. Man liest, ohne etwas Neues zu erfahren. Deren größtes Problem basiert einfach darauf, das sie nicht miteinander reden. Keiner hat dem anderen von seinen Ängsten, Wünschen oder Träumen erzählt. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, denn wenn man seinem Partner/in so einen Vorschlag unterbreitet, sollte man auch die Eier in der Hose haben und über seine Probleme reden können.

Von dem Buch "Ein Sommer ohne uns" hatte ich mir etwas komplett anderes erhofft. Gerechnet hatte ich mit einer tiefgründigen Idee mit emotionaler Tiefe, aufgetanen Problemen und viel Gefühl. Leider war dem nicht so! Im Vordergrund der Story stehen Themen wie fremdgehen, Alkohol und Sex. Was wirklich schade ist, denn das angebrachte Thema "Auszeit von der Treue" hätte so gut verpackt werden können. Hinzu kommen die vielen Nebenhandlungen.

Die Autorin hat zu viele klischeehafte Nebenhandlungen mit eingebaut, sodass die Story übertrieben wirkt. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Sabine Both hätte sich meiner Meinung nach auf eine max. zwei Nebenhandlungen konzentrieren sollen, anstatt auf 10 verschiedene.
Erhofft hatte ich mir eine tiefgründige und sehr gut verpackte Story. Der Fokus der Story hätte viel mehr auf die Auszeit und deren Probleme liegen sollen, anstatt auf Nebenhandlungen.

Für mich eines der enttäuschendsten Bücher die ich 2016 bisher gelesen habe.

Das Buch erhält von mir 2 von 5 Federn!

Kommentare:

  1. Oh wow, der erste Satz deiner Meinung sagt ja schon fast alles :D:D
    Oh Gott, das ist schon die zweite so super negative Rezension, die ich zu diesem Buch lese. Ich muss mir so was von ein eigenes Bild machen :D
    Liebst, Lara.

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  2. Hallo Dinchen,

    mir hat das Buch auch nur mittel gefallen. Für mich hat es gut angefangen, aber dann immer mehr nachgelassen. Gerade den Konflikt der Eltern hätte ich so gar nicht gebraucht.

    LG Janine

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  3. Oh schade, ich bin vorhin gerade erst über das Buch gestolpert und fand den Klappentext sehr vielversprechend. Nach dieser Rezension bin ich nun spektisch. Ein flüssiger Schreibstil ist für mich fast noch wichtiger als eine logische Story... :-/
    Lieben Gruß
    Anja

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  4. Ach du Schreck!
    Ich hab es auch bekommen und du bist nicht die erste, der es nicht gefällt. Furchtbarer Schreibstil? OMG, was mach ich denn jetzt. Irgendwie hab ich gar keine Lust mehr auf das Buch, aber tja, hab ich mir selber zuzuschreiben :P Augen zu und durch... Vielleicht gefällt es mir ja...

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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